Zeitungsbestand wie Zeitungssammeln haben eine weit zurückreichende Tradition in den Vorgängereinrichtungen der heutigen Staatsbibliothek zu Berlin. Doch erst nach der Vereinigung beider Häuser der Staatsbibliothek erfolgte 1993 die Gründung einer Zeitungsabteilung – der einzigen deutscher Bibliotheken und Archive! Die Verlagerung der Zeitungsbestände in den Berliner Westhafen ermöglichte ab 1997 die Bestandsvereinigung des allgemeinen Zeitungsbestandes beider Häuser. Umfangreiche Bestandsübernahme anderer Sammlungen dienten der Bestandsergänzung und Lückenschließung. Aufwändige Bestandserhaltung durch Mikroverfilmung, Einbandreparatur und Papierspaltung sichert den Originalerhalt deutschsprachiger Zeitungen. Die DFG-Förderung der Zeitungssammlung ab 1982 als Sammelschwerpunkt, ab 2005 als Sondersammelgebiet "Ausländische Zeitungen" erfolgt überwiegend durch den Erwerb von Mikroformen, zunehmend auch digitaler Angebote. In diesem Jahr konnte mit DFG-Förderung die Nationallizenz für „Times digital Archive“ erworben werden.
Weitere DFG-geförderte Zeitungsprojekte der SBB: ZDB-Katalogisierung seit 1991 (abgeschlossen), Digitalisierung der bismarckschen Amtspresse (läuft), Bearbeitung der Zeitungen aus der Russischen Staatsbibliothek (läuft). Die Staatsbibliothek zu Berlin plant den Aufbau eines Zeitungsportals in Kopplung mit der ZDB, um zeitungsspezifische Bearbeitungen, Präsentationen und Recherchen zu erlauben