Zeitungen sind ein gewöhnliches Konsumgut, das sich verkauft und verkaufen muss wie Seife: So hätten die Besitzer der deutschen Zeitungen es noch vor wenigen Jahren nicht gesehen. Heutzutage ist diese Ansicht üblich geworden. Nicht nur wirtschaftliche Zwänge tragen dazu bei, sondern auch die wachsende Konzentration der Presse. Nur indirekt hängt diese Entwicklung des Marktes mit einer anderen zusammen: Die ebenso ungewollte wie ungesteuerte Selbstgleichschaltung der Medien führt zur Einebnung der Meinungsvielfalt. Und in dem Maß, wie dieser Prozess vonstatten geht, wird er nicht mehr wahrgenommen.