
Vorträge
Einfalt statt Vielfalt?
Die politische Feuilletonistin Franziska Augstein spricht am Donnerstag, den 10. November 2005, über die Pressekonzentration und andere Entwicklungen im Zeitungswesen.
Zeitungsleseland DDR?
War die DDR ein Zeitungsland? Gar ein Zeitungs-Leseland, ein Parteizeitungs-Leseland? Der Vortrag von Prof. Dr. Michael Meyen stützt sich auf eine Untersuchung, bei der rund 100 DDR-Bürger in biographischen Interviews zu ihrer Mediennutzung in der DDR befragt wurden.
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Unter'm Strich
Der Begriff "Unter dem Strich" entstand, als zu Zeiten der französischen Revolution den Zeitungen ein tägliches Blättchen mit Theaternachrichten und -kritiken beigelegt wurde.
Bei den Lesern kamen diese so gut an, dass sie ins Hauptblatt aufgenommen wurden. Im unteren Viertel oder Drittel der Seite wurden sie unter einem dicken Strich platziert.
Im 19. Jahrhundert übernahmen dies auch Zeitungen in Deutschland. Anstelle von Theaterkritiken und Buchrezensionen finden Sie auf der Website der Zeitungskonferenz unterm Strich
journalistische Texte über die Zeitung, ihre Geschichte und ihre Gegenwart.
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Zeitungskonferenz - wieso, warum?
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Die Staatsbibliothek zu Berlin veranstaltete am 10. und 11. November 2005 in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger die Berliner Zeitungskonferenz. Viele Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Archivare und Bibliothekare wirkten an der Konferenz mit,
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und erörterten quasi „ÜBER DEN TAG HINAUS“ den Sammlungsauftrag für Zeitungen in deutschen Bibliotheken und Archiven entsprechend der heutigen Möglichkeiten. Somit kann gerade in Zeiten knapper Kassen der Start einer gemeinsamen Initiative für den Originalerhalt dieses Kulturgutes im koordinierten Zusammenwirken von...
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400 Jahre Zeitung
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Während die Erfindung des Buchdrucks durch Johann Gutenberg nur näherungsweise auf das Jahr 1450 datiert
werden kann, hat Martin Welke mit der 1987 von ihm im Straßburger Stadtarchiv gefundenen Bittschrift des
Johann Carolus, im Oktober 1605 an den Straßburger Rat gerichtet, gleichsam die Geburtsurkunde der Zeitung
entdeckt. Der älteste erhaltene Band dieser "RELATION: aller Fürnemen und Gedenckwürdigen Historien" aus dem Jahr 1609 befindet sich im Bestand der Heidelberger Universitätsbibliothek. Bis zur Entdeckung der Carolusschen Bittschrift galt 1609 als das Gründungsjahr der Zeitungen.
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Bittschreiben des Johann Carolus
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Unter'm Strich
Ein Medium verändert die Welt
Soviel steht fest: Ohne Gutenberg keine Zeitung. Große Erfindungen lassen ihr Gesicht oft nicht immer erkennen, und kein Prophet hätte vorausgesagt, was dereinst aus seiner Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern werden würde. Auf die knappste Formel gebracht: Ohne Zeitung keine Aufklärung, ohne Zeitung kein Wegweiser in eine moderne Gesellschaft, in eine Demokratie.
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Das ernsteste Geschäft der Welt
Früher hing in vielen Haushaltungen ein Bild, worauf eine Kerze war und ein Gedicht mit den Anfangszeilen: "Immer wenn du meinst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her."
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Zeitungen und ihre Leser in Stichworten
Deutschland ist ein Zeitungsland. Täglich erscheinen hier 347 Tageszeitungen mit 1.552 lokalen Ausgaben in einer Gesamtauflage von 22,1 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 27 Wochenzeitungen mit 1,9 Millionen Exemplaren und sieben Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 4,2 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner über 14 Jahre kommen in Deutschland 317 Zeitungsexemplare.
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